Sonntag, 20. Mai 2012
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Unsere Philosophie


Unsere Philosophie setzt sich zusammen aus verschiedenen Teilen.

Erstens:

Bei uns steht der Mensch und seine Art und Weise seiner Lebensführung zu Lebzeiten im Vordergrund.

Das bedeutet für uns eben zu sehen, wie war denn der Mensch zu Lebzeiten. Was waren seine Eigenschaften? Und welche Gedanken und Beweggründe hatte der Mensch bei seinem Handeln und Tun. Welche Vorlieben, Abneigungen und welche Charaktereigenschaften prägten ihn als Mensch? Was und wo sind die eigenen Fußspuren, die dieser Mensch auf dieser Welt gesetzt hat? Was waren seine Stärken und aber auch seine Schwächen. Sind es nicht vielleicht auch diese Dinge, die den Menschen ausmachen? Wer waren seine Familie und wirklichen Freunde?
Und so gibt es doch sehr vieles mehr, um einen Menschen beschreiben zu können

All das halten wir für sehr wichtig. Denn ist es nicht so, dass bei einer Beisetzung auf einmal jeder der beste Freund war und am besten wußte, wie der Mensch zu Lebzeiten gelebt hatte. Und jeder viele Geschichten zu erzählen hatte, obwohl sie ihn vielleicht überhaupt nicht wirklich kannten.

Das wollen wir verändern, indem wir Ihnen schon zu ihren Lebzeiten die Möglichkeit geben, dass Sie Ihre eigenen kleinen Geschichten und Spuren erzählen und vielleicht sogar auf CD, Video oder in einem Tagebuch festhalten. Daß Sie selbst all diese Dinge erzählen, was Sie als Mensch bei anderen beliebt oder aber auch nicht so beliebt gemacht hat. Damit Sie sich selbst von Ihren geliebten Hinterbliebenen und wahren Freunden noch mal persönlich verabschieden können. Aber auch allen anderen Gefühlsheuchlern und falschen Freunden den Wind aus den Segeln nehmen

Zweitens:

Die Förderung der eigenen Wunschvorstellung, wie irgendwann einmal die eigene Beisetzung ablaufen und durchgeführt werden soll. Und wen man auf seiner eigenen Beisetzung dabei haben will und eben wen nicht

Wer hat sich hier nicht selbst schon hin und wieder mal gefragt bzw. überlegt: Wie soll denn meine eigene Beisetzung ablaufen. Haben wir alle bei diesem Gedanken nicht auch schon mal total gesponnen und vielleicht so Sprüche losgelassen wie: „ Wenn ich mal abdanke, aber dann wird bei mir am Grab meine Musik laufen“ , oder: „ Ich will dann das Geheule an meinem Grab nicht hören, sondern die sollen alle lachen“, oder aber auch: „ An meinem Grab will ich aber keinen in schwarzer Kleidung sehen“
Man sich selbst sagt, „Ich will aber keine Trauermusik hören, weil ich die überhaupt nicht ab kann, weil ich doch so ein Mensch überhaupt nicht war“. Oder: Rosen und Nelken, diese Blumen kann ich schon mal überhaupt nicht ab.

Und beim Essen nach der Beerdigung? Jeder weiß doch, dass gerade da viele der tollen „Gäste“ ganz genau hinsehen, was aufgetischt wird. Wehe, wenn es nur ein paar kleine Happen gibt. Dann kommen doch gleich so Sprüche wie:“ Ist ihnen der Verstorbene nicht mehr wert“
Genau das sind dann auch die Sprüche, wenn es um den Sarg geht oder Blumenkränze usw., es sind doch immer genau diejenigen, die doch gerade zu Lebzeiten des Verstorbenen am allerwenigsten mit Ihm zu schaffen hatten und schon mal überhaupt nicht die besten Freunde waren bzw. nur immer die gleichen Heuchler und Unruhestifter sind.

Aber haben wir alle eigentlich nicht schon so oft gedacht und insgeheim uns gesagt, „ Die will ich aber bei mir an meinem Grab nicht sehen“. Oder aber auch, die ganze Bagage, die bekommt nur Wassersuppe. Sicher gab es vielleicht auch solche Gedanken, dass man sich selbst immer gesagt hat: „ Meine Beisetzung wird eine einzige große Party, so mit allem drum und dran.“

Sicherlich hat man auch schon mal gesagt, dass man bestimmte Menschen aus rein persönlichen Gründen überhaupt nicht an seinem Grab sehen will und man sich im Grab umdrehen würde, wenn der/die kommt bzw. kommen. Oder ob ein Geistlicher am Grab dabei ist oder es eine total weltliche Beisetzung sein soll. All das sind doch die eigenen Vorstellungen und Wünsche, die man sich so überlegt bzw. vielleicht vorgestellt hat.


Was wird in der Wirklichkeit aber dann alles gemacht? Nichts von alledem, was man eigentlich selbst so gerne gehabt hätte. Denn die Hinterbliebenen entscheiden dann doch wieder so, wie sie denken, dass es richtig ist. Entweder, weil es ihnen peinlich ist, Ihnen Ihren letzten Wunsch zu erfüllen, oder aber auch, weil sie denken, dass die ganze Nachbarschaft, oder das ganze Dorf, oder sogar die Kirche sie dann mißachten, weil es ja so nicht den üblichen Beisetzungsstandards bzw. den religiösen Normen entspricht.
Würden die Hinterbliebenen einem anderen Menschen dann sagen, „Sie, der Verstorbene wollte Sie hier aber nicht sehen“, das trauen sich nur die wenigsten zu. Oder aber einfach nur, weil man auch noch über den Tod hinaus über Sie bestimmen will.

Wir wollen, dass Sie sich ganz sicher sein können, dass genau das alles so verläuft, wie Sie es sich gewünscht und gedacht haben. Sie sind der Gastgeber zu Ihrem letzten großen Auftritt. Es sind nur die dabei, die Sie als Ihre Begleiter für Ihre letzte Reise dabei haben wollen.

Drittens:

Jeder Mensch hat ein Recht darauf, für sich ganz alleine zu bestimmen, auf welcher Art und Weise er seine Reise von dieser Welt antritt.

Also ob ganz in aller Stille oder total anonym, oder aber auch mit einem großen Fest und viel Ramba Zamba. In welchem Gefährt bzw. auf welche Art Sie die Fahrt Ihrer letzten großen Reise beginnen möchten, also ob Sarg, ob Urne oder doch lieber als Diamant bzw. ob über den Seeweg, Luftweg, durch die Kraft des Baumes oder dem Schutz der Erde, bestimmen alleine Sie.

Es hat doch sicherlich seinen Grund, warum es für Sie selbst so wichtig ist, eben auf Ihre eigene Art und Weise beigesetzt zu werden. Sei es, weil Sie leidenschaftlicher Flieger waren, oder einfach nur naturverbunden sind, oder Sie den Glauben haben, wenn Sie in alle Himmelsrichtungen verstreut werden, dass Sie dann die Welt bereisen können. Das sind Ihre ganz persönlichen Gründe und die sollten Sie auch umsetzen können.

Wie oft hat man nicht selbst schon an einer Beisetzung von einem geliebten Menschen teilgenommen und sich dann irgendwann gesagt, „Mensch, so eine Beisetzung hätte er/sie nicht gewollt. Das ist mal überhaupt nicht sein/ihr Wunsch gewesen. So wollte sie/er nie beigesetzt werden. Den/Die hätte sie/er niemals an ihrem/seinem Grab sehen wollen“.

Sind solche Beisetzungen nicht schrecklich? Wir finden schon !

Wir wollen Ihnen helfen, damit Sie Ihre Reise in der Form und mit den Menschen an Ihrer Seite antreten können, wie Sie Sich das vorgestellt haben. Damit alles genau in dem Rahmen stattfindet, wie Sie es sich vorgestellt und gewünscht haben


Viertens:

Die Einhaltung der viel beschworenen Achtung- und Respektbezeugung des Reisenden durch die Hinterbliebenen. Es sollen nicht nur Lippenbekenntnisse bleiben, sondern auch wirklich am Tag der Reise eingehalten und beachtet werden. Der Wunsch des Verstorbenen alleine zählt

Jeder Mensch ist so einzigartig und individuell in seinen Gedanken, seiner Lebensweise, seinem Glauben, seinem Charakter und seiner Einstellung zum Leben und zum Tod und hat so viele Spuren auf dieser Welt hinterlassen, dass wir der Meinung sind, dass sich die Beisetzung genauso individuell und einzigartig am Leben des Reisenden widerspiegeln sollte.

Achtung und Respekt gegenüber dem Reisenden durch die Hinterbliebenen zeigt sich nicht alleine darin, an dem Grab zustehen, sondern, indem man auch tatsächlich alle Regelungen, die der Reisende getroffen hat, genauso anerkennt und umsetzt, ohne wenn und aber.

In diesem Sinne sehen wir unsere Arbeit und Dienstleistungen
 

 

 
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